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DFG Netzwerk Design-Based Research Inhalt einblenden

Design-Based Research als methodologischer Rahmen in der Bildungsforschung (Mai 2021)

Seit April 2021 besteht das wissenschaftliche Netzwerk Design-Based Research (DBR), das drei Jahre lang von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. „Das DBR-Netzwerk nutzt die Expertise von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus fachdidaktischer Forschung, Berufsbildungsforschung und Hochschulbildungsforschung, um DBR in der Bildungswissenschaft zu verankern und die wissenschaftstheoretische Fundierung von DBR auszubauen“ (Gabi Reinmann).

In einem ersten Workshop haben sich die Mitglieder des Netzwerks – darunter Frau Prof. Dr. Petra Frehe-Halliwell vom Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik der FSU Jena –  über die verschiedenen Perspektiven in der Gruppe ausgetauscht und zunächst über die Themen „relevante Forschungsfragen für DBR“ sowie „die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis“ deliberiert.

Über aktuelle Entwicklungen im DBR-Netzwerk wird auf dem Netzwerk-Blog der Universität Hamburg berichtet.

 

DFG-Forschungsnetzwerk zu designbasierter Forschung (DBR) startet in 2021 (Dezember 2020)

In 2021 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Forschungsnetzwerk zum Thema "Design-Based Research als methodologischer Rahmen in der Bildungsforschung (DBR-Netzwerk)" über drei Jahre.

Unter Leitung der Hamburger Bildungswissenschaftlerin Prof. Dr. Gabi Reinmann konnte eine interdisziplinäre Gruppe von Bildungsforscher*innen aus 12 Hochschulen die Gutachter*innen der DFG für die Etablierung eines wissenschaftlichen Netzwerks zur gestaltungsbasierten Bildungsforschung überzeugen.

Prof. Dr. Petra Frehe-Halliwell, Mitglied dieses Forschungsnetzwerkes, freut sich sehr über die Bewilligung: „Das Forschungsnetzwerk rückt designbasierte Forschung in der deutschen (Berufs-)Bildungsforschung weiter in den Vordergrund. Gleichzeitig biete es die Chance der methodologischen und methodischen Schärfung und Ausdifferenzierung. Ich freue mich sehr, dass wir am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen Beitrag dazu leisten dürfen.“

Das Erkenntnisinteresse designbasierter Forschung orientiert sich an genuin didaktischen Fragestellungen. Erkenntnisse werden über die Entwicklung oder Gestaltung von didaktischen Interventionen (Prototypen), die in Praxiskontexten zyklisch implementiert, evaluiert und einem Re-Design unterzogen werden, gewonnen. Ziel von DBR ist es, didaktische Interventionen zu entwickeln, die in der (Bildungs-) Praxis nachhaltig implementiert werden können. Designbasierte Forschung gründet auf die Kooperation zwischen Akteuren aus Wissenschaft und (Berufs-)Bildungspraxis in allen Phasen des Forschungs- und Entwicklungsprozesses.

Ansätze zur designbasierten Forschung wurden in den USA bereits vor rund 20 Jahren entwickelt. Mit der Einwerbung eines Forschungsnetzwerks bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist es erstmals gelungen, einen Rahmen zu schaffen, um die gestaltungsbasierte Forschung in den Bildungswissenschaften systematisch zu etablieren.

Tageslernsituationen - eine Praxisinnovation schulischer Berufs- und Ausbildungsvorbereitung Inhalt einblenden

Tageslernsituationen – eine Praxisinnovation schulischer Berufs- und Ausbildungsvorbereitung (Mai 2021)

Lehren und Lernen in Bildungsgängen der Berufs- und Ausbildungsvorbereitungen sind mit großen und teils divergierenden Zielsetzungen und Herausforderungen verbunden: In den zumeist einjährigen Bildungsangeboten sollen allgemeinbildende Abschlüsse nachgeholt, Berufsorientierung intensiviert, ‚Ausbildungsreife‘ entwickelt sowie berufliche Grundbildung ermöglicht werden. Zielsetzung ist die Chancenverbesserung auf dem Weg in eine Berufsausbildung. Ein Großteil der Schüler*innen in der Berufs- und Ausbildungsvorbereitung bringt negative Schul- und Übergangserfahrung mit, häufig begleitet von verschiedenen individuellen Problemstellungen.

„‚Unterricht in Tageslernsituationen (TLS)‘ kann als ein Konzept aus der Praxis für die Praxis verstanden werden. Über diesen Ansatz wird an immer mehr Standorten in NRW versucht, den Herausforderungen des schulischen Lehrens und Lernens in Bildungsgängen der Berufs- und Ausbildungsvorbereitung (Schulabstinenz, Motivationsprobleme, Relevanzproblematik schulischer Lerngegenstände seitens der Lernenden etc.) zu begegnen. Der Versuch, Lernumgebungen an der Lebenswelt der Schüler*innen auszurichten, spielt in diesem Ansatz eine bedeutende Rolle.“ (Frehe-Halliwell/Kremer 2020 zum Beitrag)

In einem aktuellen Forschungsprojekt gemeinsam mit der Professur für Wirtschafts- und Berufspädagogik der Universität Paderborn versuchen wir aktuell das ‚Praxisphänomen Tageslernsituationen‘ zu ergründen und u. a. Hinweise auf eine ‚Didaktik der Ausbildungsvorbereitung‘ zu gewinnen.

Wege in die WiPäd Inhalt einblenden

Wege in die WiPäd – Herausforderungen auf den Wegen in das wirtschaftspädagogische Studium (Juni 2021)

Studierende der Wirtschaftspädagogik sind (wieder) stärker in den Fokus der berufs- und wirtschaftspädagogischen Hochschulbildungsforschung und -praxis getreten, insbes. vor dem Hintergrund einer wahrgenommenen / antizipierten ‚Mangelsituation‘ von Lehrkräften an berufsbildenden Schulen aber auch im Kontext hochschulpolitischer und -didaktischer Bemühungen, die insbes. auf die Gewinnung von Studierenden und die Vermeidung von Studienabbrüchen zielen. Das ‚Konstrukt‘ der Wirtschaftspädagogik sowie spätere berufliche Tätigkeitsfelder von Wirtschaftspädagog*innen sind für viele Studieninteressierte unbekannt, insbes. bei Personengruppen, die zuvor keine Berührungspunkte mit beruflicher Bildung hatten. Die Wege in das wirtschaftspädagogische Studium sind sehr vielfältig und bisher kaum systematisch untersucht.

Das Projekt zielt darauf ab, ‚die Wege in die WiPäd‘ systematisch und auf empirischer Basis nachzuzeichnen. Dabei geht es auch um die Offenlegung von Herausforderungen im Prozess der Studienorientierung. In einem triangulativen Verfahren werden Erkenntnisse aus Erstsemesterbefragungen des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik der FSU Jena, aus einer Analyse zu online-Studieninformationsportalen und einer Dokumentenanalyse von Homepages wirtschaftspädagogischer Standorte zusammengeführt.

Die systematische und empirische Beleuchtung der vielfältigen ‚Wege in die WiPäd‘ eröffnet wichtige Ankerpunkte für die universitäre Studienorientierung und damit für die (Weiter-)Entwicklung des Studiengangmarketings. Hochschuldidaktisch lassen sich interessante Gestaltungshinweise für zielgruppenadäquate Begleit- und Beratungsangebote insbesondere beim Studieneingang, -wechsel und -übergang gewinnen.

LBS-Monitor im Projekt "DEIN LBSCampus" Inhalt einblenden

Start des LBS Monitorings (Juni 2021)

Im März 2020 wurde an der Universität Osnabrück im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung das Projekt ‚DEIN LBSCampus‘ gestartet, welches Studienprogramme zum Lehramt an berufsbildenden Schulen umfassend in den Blick nimmt. Teil des Projekts ist ein bundesweit angelegtes Monitoring, um strukturelle und professionsbezogene Daten an Lehrer*innenbildungsstandorten zu gewinnen und zu vergleichen (DEIN LBSCampus, 2020).

Zentrale Fragestellungen des Monitorings:

  • Über welche (Rekrutierungs-) Wege gelangen Studierende in das Studium?
  • Wie wirken sich unterschiedliche Studienstrukturen und -formate auf die Entwicklung professionsbezogener Merkmale von Studierenden aus?
  • Wie wirken sich individuelle Merkmale von Studierenden und institutionelle Merkmale und Studienqualitätsmerkmale auf Studienverläufe, Studienmotivation und die professionsbezogene Entwicklung der Studierenden aus?
  • Welche Motive, Erwartungen und Einstellungen zum Studium und Beruf haben Studierende zu Beginn des Studiums und wie entwickeln sich diese im Verlauf des Studiums?
  • Welche Problemlagen zeigen sich in den heterogenen Studierendgruppen im Studienverlauf?

Die Analyse erfolgt über verschiedene Erhebungsmethoden. Zentral ist eine Längsschnittstudie im Studienverlauf an mehreren Standorten der beruflichen Lehrer*innenbildung in Deutschland, die mit der ersten Erhebungswelle im Juni 2021 startet. Die Wirtschaftspädagogik am Standort Jena wird sich als Teil des LBS-Netzwerks an dieser Studie beteiligen.

Über aktuelle Entwicklungen wird auf der Netzwerk-Plattform der Universität Osnabrück berichtet.

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